Microsoft Access

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Die Entscheidung von Microsoft, dem Endanwender mit Access ein Programm zur Entwicklung von relationalen Datenbanken an die Hand zu geben, war sicherlich nicht sehr weise.

Mit Excel kann auch der Dilettant frickeln und basteln und im schlimmsten Fall umständlich ein Ergebnis zusammenzimmern. Hat er das Glück, die Symbole "Spur zum Vorgänger" und "Spur zum Nachfolger" zu entdecken, so kann fast nichts mehr schiefgehen.

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Zur Erstellung einer einfachen Datenbank braucht man sehr viel mehr Vorkenntnisse als zum Verfassen eines Briefes oder Vertrages mit Word oder zur Berechnung der Provision oder der restlichen Urlaubstage mit Excel. (Obwohl nun gerade das Rechnen mit Datumswerten bei Excel schon manchem Unwissenden graue Haare hat wachsen lassen, weil man intuitiv nicht ahnt, dass es so einfach ist, wie es sich letztlich gestaltet.)

Man muss beim Entwurf einer Datenbank wissen, wann, warum und wie man Daten auf mehrere Tabellen verteilt, und wie man diese Tabellen so verbindet, dass man diese Daten auch wieder zusammenführen kann. Dazu gehört die Kenntnis über die Anforderungen an einen Primär- und einen Sekundärschlüssel; Und mann muss wissen, welche Auswirkung eine Gleichheitsverbindung oder eine Inklusionsverbindung zwischen zwei Tabellen hat.

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Das Dumme ist, dass bei der Nutzung einer relationalen Datenbank viele Entscheidungen "hinter den Kulissen" fallen. Man gibt viele Daten ein, formuliert eine Abfrage, und hat zunächst fast keine Möglichkeit nachzuprüfen, ob das Ergebnis korrekt ist. Erst zufällig fällt eines Tages auf, dass von 10.000 Kunden 8.000 in einer Großstadt wohnen und 1.997 nicht. Und selbst wenn ein solcher logischer Fehler gefunden wird, ist die Ursache damit noch nicht ermittelt, geschweige denn abgestellt. Schlaflose Nächte sind die Folge.

Damit soll niemandem Angst gemacht werden. Aber eine relationale Datenbank gehört nicht in die Hände von Dilettanten.

Im einfachsten Fall schießt man mit Kanonen auf Spatzen. Will sagen: man hätte die einfache Aufgabe mit Excel in einem Bruchteil der Zeit lösen können. Im schlimmsten Fall merkt man nach drei Monaten, dass der ausgesuchte Mitarbeiter das Problem wegen mangelnder theoretischer Kenntnisse auch nach weiteren drei Monaten nicht wirklich lösen wird.

Eine Datenbank entwirft man nicht mal so eben nebenbei.